Es ist kein Zufall, dass sich der Verein im Bahnhof Markersdorf-Taura angesiedelt hat. Der Bahnhof liegt am Strecken-Kilometer 11,8 (ausgehend von Wechselburg) und ist mit seinen drei Hauptgleisen und vier Nebengleisen der größte Unterwegsbahnhof der Strecke. Bis zum letzten Betriebstag wurde die Abhängigkeit zwischen Weichen und Signalen mittels Schlüsseln hergestellt. Vom hölzernen Stellwerks-Anbau am Empfangsgebäudes konnten jedoch nur die beiden Einfahr-Signale über Drahtzüge "fernbedient" werden.

Da regelmäßig Zugkreuzungen stattfanden und die Industrieanschlüsse von hier aus bedient wurden, war oft ein lebhaftes Treiben zu beobachten. Für den Dienst im Bahnhof zwingend notwendig war ein Fahrrad. Mit diesem fuhr der Fahrdienstleiter zwischen den Bahnhofsenden hin und her um Weichen für die benötigten Fahrstraßen zu stellen. Das nahm bis zu zehn Minuten Aufenthalt in Anspruch. Insgesamt gab es 15 handbediente Weichen.

Die Anlagen des Bahnhofs sind recht umfangreich. Neben dem Empfangsgebäude sind die Bahnmeisterei und das Wasserhaus original erhalten. Die Güterverwaltung, die Kopf- und Seitenrampe sowie die Gleiswaage befinden sich gegenüber an der Ladestraße.
Das private Raiffeisen-Gebäude mit der Fuhrwerkswaage wurde erst um 1930 errichtet. Die Gleise 6 und 7 ließ man in dieser Zeit neu verlegen und ein alter Wagenkasten, vermutlich bayerischen Ursprungs, kam als Lager hinzu. Ein letzter Umbau geschah wahrscheinlich in den sechziger Jahren, als auf dem gekürzten Gleis 6 der Triebfahrzeugschuppen für Schienenkleinwagen (Skl) gebaut wurde.

Nach der Verkehrseinstellung montierte die Deutsche Bahn den Wasserkran und die original sächsische Bahnhofsuhr ab. Diese konnte der Verein im Sommer 2005 zurück erwerben. Die Dreiecksuhr, Weichenlaternen und Schildertafeln nahm der Verein in sichere Verwahrung.

Zurück zum Verein

Luftbild / Gleisplan

  Luftbild / Gleisplan     Zurück zum Verein

Foto mit Wasserhaus und Abtritt Dieses Bahnsteigbild mit Wasserhaus und Abtritt sieht auch heute noch so aus wie vor 40 Jahren.

Foto mit Bahngut und Rampe Bahngut, Kopframpe und Lademaß sind ebenso unverändert. Die Gleiswaage mit Häuschen war bis 2000 vorhanden und soll wieder entstehen.

Luftbild / Gleisplan     Zurück zum Verein

Foto mit Ikarus 55 vor Empfangsgebäude Heckmotorbusse des Typs Ikarus 55 tangierten früher weit abseits den Bahnhof. Heute kommen Sonderfahrten die Ladestraße herein gefahren.

Foto mit Militär-IFA an der Seitenrampe Militärgerät wurde an Kopf- und Seitenrampe früher oft entladen. Dieser NVA-Robur hat sich jedoch am 1. September 2007 hierher verirrt.

Startseite   Seitenplan
www.chemnitztalbahn.de