Auch zu diesem zweiteiligen Schwerkleinwagen-Zug ist nur wenig bekannt, da das Betriebsbuch bislang nicht auffindbar ist. Im Gegensatz zu SKL-Zug 1 hat er stets zur Deutschen Reichsbahn gehört und war mit Sicherheit jahrzehntelang bei der Bahnmeisterei Freiberg (Sachs) eingesetzt.

Nach der Einstellung des Güterverkehrs Brand-Erbisdorf – Langenau im August 1998 und der anschließenden Stilllegung blieben Trieb- und Beifahrzeug im heutigen Museumsbahnhof am Streckenendpunkt zurück. Da der örtliche Eisenbahnverein Langenau e. V. keine Möglichkeit zu Aufarbeitung und Einsatz sah, gelangte der Zug am Ostersonntag, 22. März 2008 ins Chemnitztal. Die "Langenauer" organisierten auch die Technik für den Antransport nach Markersdorf-Taura. Entsprechend dem Osterwetter 2008 lag auf dem Wagen sogar noch Erzgebirgsschnee. Der Beiwagen gelangte im Rahmen von Instandsetzungsarbeiten auf der Museumsbahn sofort zum Einsatz, wobei er mit dem betriebsfähigen Geräteträger GT 124 gekuppelt wurde.

Im Mai 2009 begann die Aufarbeitung des SKL-Triebfahrzeuges durch den Vereinsmechaniker Steffen Hedrich. Zum „Chemnitztalfest“ am 20./21. Juni konnte der Wagen bereits in neuer weinrot-schwarzer Farbgebung den Besuchern präsentiert werden und gab so einen Vorgeschmack, wie Museumsbahnbetrieb im Chemnitztal einmal aussehen kann

2010 begann der Umbau des Anhängefahrzeuges zum Personenwagen, denn es hatte sich herausgestellt, dass die Platzkapazität der Fahrraddraisine im Zugbetrieb nicht mehr ausreichte. Anlässlich des Bahnhofsfestes nahm der Beiwagen am 4. Juni 2011 den Regelbetrieb auf der Museumsbahn auf, gezogen vom Geräteträger GT 124. Aktuell ist der Zug jeden Sonntag von 13:00 - 18:00 zwischen Markersdorf-Taura und Schweizerthal-Diethensdorf zu erleben.

Die Betriebswerkstatt im Lokschuppen von Markersdorf-Taura arbeitet weiterhin an der Motorisierung des Triebfahrzeuges. Anders als beim Anhänger ist die Beibehaltung der Ladefläche geplant, um auch Fahrräder mitnehmen zu können.

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Foto mit SKL-Zug 2 - Ankunft Ankunft des 2. SKL-Zuges am 22.03.2008 am Gleis 5. Die Abladung des Beiwagens beginnt

Foto mit SKL-Triebfahrzeug bei Aufarbeitung Aufarbeitung im Lokschuppen am 8. Juni 2009.

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Foto mit Präsentation zum Chemnitztalfest 2009 Erst-Präsentation des optisch aufgearbeiteten Wagens zum Chemnitztalfest am 20. Juni 2009.

 

Triebfahrzeug

Beiwagen

Hersteller RAW Berlin-Schöneweide bzw. Nachfolgeproduzent VEB Gleisbaubetrieb Naumburg (Saale)
Gattung SKL 24  
Baujahr Zeitraum 1960-70 1975
Fahrgestell-Nr.    
Achsfolge B 2
Länge über Puffer 5500 mm 4320 mm
Breite über alles 2520 mm 2590 mm
Höhe über Schienenoberkante 2710 mm 1830 mm, ursprünglich 1170 mm
Gesamt-Achsstand 2500 mm 2000 mm
Rad-Durchmesser 560 mm 560 mm
Dienstmasse 5,8 t 3,4 t
Tragfähigkeit   9,0 t
Ladefläche 8,4 qm  
Fahrmotor 4 NVD 12,5 SRL   -
Leistung 41 PS / 30 kW   -
Höchstgeschwindigkeit 45-50 km/h 45-50 km/h
Kraftübertragung dieselmechanisch   -
Sitzplätze 3 18, ursprünglich keine

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