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Von den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges blieb die Strecke der
Chemnitztalbahn im Wesentlichen verschont. Der
Fahrplan 1944/45
zeigt erstaunlich kurze Reisezeiten zwischen Chemnitz und
Wechselburg. Dennoch mussten Verkehrseinschränkungen hingenommen werden, weil der
Bahnknoten Chemnitz stark zerstört war. Am 2. Juli 1945 konnte der Reisezugverkehr
wieder aufgenommen werden. Der Güterverkehr normalisierte sich auch wieder.
Die Transportleistungen blieben auch nach der Verstaatlichung der Industriebetriebe
im Chemnitztal auf hohem Niveau. Zwecks Gewinnung von Oberbaustoffen musste allerdings 1953
der Bahnhof Schweizerthal-Diethensdorf zum Haltepunkt zurück gebaut werden.
Mit den 60er Jahren deutete sich auch bei der Deutschen Reichsbahn ein
Strukturwandel an. Schon zu dieser Zeit dachte man über eine Einstellung der
Strecke nach, da die Transportleistungen von nun an kontinuierlich sanken.
Doch als neuer wichtiger Anschließer kam das Werk des
VEB Fettchemie in
Mohsdorf hinzu, das auch umfangreiche Werkgleise unterhielt. Gleiches traf seit
1966 auf das neue Heizkraftwerk Chemnitz-Nord zu. Dafür verschwand der
Güterbahnhof Furth nahezu unbemerkt. Ende der 60er Jahre erschienen die ersten Dieselloks im Tal und bis 1975 waren die Dampflokomotiven verdrängt. Wegen der Erdölkrise erlebte der Dampflokeinsatz 1982 bis 1988 noch einmal eine Renaissance. Doch während dessen wurde der Zustand der Gleise und der Stahlbrücken immer schlechter. Der Einbau alkalihaltiger Betonschwellen verschlimmerte die Situation dramatisch, denn diese wurden brüchig noch bevor die Gleise abgefahren waren. Der Fahrplan 1989/90 offenbart, dass sich die Reisezeiten wieder verlängert hatten. 1902 bis 1945 Zurück zur Übersicht |
1902 bis 1945
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